Neubau Betriebsgebäude Sativa – 8462 Rheinau
Bauherrschaft:
Stiftung Fintan
Klosterplatz 1
8462 Rheinau
Projekt- / Bauleitung:
Staufer & Hasler Architekten AG
Industriestrasse 23
8500 Frauenfeld
Architektur:
Staufer & Hasler Architekten AG
Industriestrasse 23
8500 Frauenfeld
Ausführung:
Dezember 2020 – August 2021
Ausgeführte Arbeiten:
Unter dem Dach der Stiftung Fintan züchtet, vermehrt, reinigt und vertreibt die Sativa Rheinau AG ein breites Sortiment von Biosaatgut. Auf Grund des stetigen Wachstums seit der Gründung 1998 drängte sich ein zeitgemässes Lager- und Betriebsgebäude auf.
Der Neubau besteht ab Bodenplatte Erdgeschoss aus Holz, respektive abgesehen vom Furnierschichtholz und den Mehrschicht-Platten, sogar komplett aus Mondholz. Sämtliches Holz (auch für BSH und Rahmenholz) wurde speziell für dieses Projekt eingeschnitten und verarbeitet.
Das Gebäude weist eine Abmessung von 30×30 Meter auf, die Firsthöhe ab Bodenplatte beträgt 11.20 Meter.
Sämtliche Aussenwände sind als sichtbare Bohlenständerwände ausgeführt, wobei die Bohlen sind mit einer doppelten Nut- Federverbindung versehen sind. Zur Aussteifung wurden pro Wandhöhe je 2 durchgestemmte Keile aus Kerto Q eingetrieben.
Die Decke über EG, mit einer Spannweite von 15 Meter, besteht aus einer Holz- Beton- Verbunddecke. Als Balken kommen Baubuche- Träger mit den Abmessungen 200x600mm resp. 240x720mm zum Einsatz, der Betonverbund wird über Schubkerven sichergestellt.
Zwischen den Balken liegen gedämmte Deckenelemente welche als Betonschalung dienen. Die gesamten Betonarbeiten waren ebenfalls Bestandteil unseres Auftrages.
Speziell ist sicher die Dachform; die vier aneinander gereihten Satteldächer nehmen Bezug auf die bestehenden Gebäude im Umfeld des Neubaus. Das Dachtragwerk selber besteht aus einer sichtbaren Sparrenlage mit Fuss- und Firstpfette. Die Firstpfette wiederum wird von gekrümmten Streben, die ein Sprengwerk bilden, getragen. Auf der Sparrenlage liegt ein Dämmelement, dieses ist zwischen den Sparren mit einer perforierten 3- Schichtplatte akustisch verkleidet.
Die Treppenhaus- und Liftschachtwände wurden mit gekapselten Brettsperrholzplatten erstellt und nachträglich nochmals beplankt. Sämtliche Innenwände sind nichttragend ausgebildet und beidseitig mit einer Fichtenschalung bekleidet.
Ein ganz spezielles Augenmerk wurde auf die Fassade gerichtet.
Diese nimmt Bezug auf die Tragkonstruktion, so wird die Decke in der vertikal laufenden Lärchenschalung als horizontales Band aus Fichtenfriesen impliziert. Auch die Dachkonstruktion wird in der Fassade mit sich von der Schalung abhebenden Massivholzfriesen wiedergegeben und zeigt das statische Konzept des Tragwerkes auf.
Gesamthaft wurden 90 m³ Massivholzbohlen, 20m³ Brettsperrholz, 97m³ Buche- Furnierschichtholz, 103m³ Rahmenholz sowie 148m³ Brettschichtholz verbaut, bis auf das Brettsperr- und Furnierschichtholz komplett alles Mondholz.











