Servicezentrum Appenzeller Bahnen AG – 9050 Appenzell
Bauherrschaft:
Appenzeller Bahnen AG
St.Gallerstrasse 53
9102 Herisau
Projekt- / Bauleitung:
Ammann & Ehrbar Baumanagement AG
Industriestrasse 28
9100 Herisau
Architektur:
Finger Hutter Architekten GmbH
Vadianstrasse 33
9000 St.Gallen
Ausführung:
August 2023 – Oktober 2024
Ausgeführte Arbeiten:
Die Appenzeller Bahnen realisierten den Neubau ihres Servicezentrums, das aus drei Gebäuden – einem Verkehrsgebäude, einem Infrastrukturgebäude und einem Nebengebäude – besteht.
Das Verkehrsgebäude hat eine Abmessung von 95m x 32m. Es baut auf einem primären Tragwerkauf, das aus 18 Fachwerkträgern besteht und aus rund 320m³ Brettschichtholz produziert wurde. Die Träger überspannen die ganze Hallenbreite von 32m und gehen beidseitig mit einer steifen Rahmenverbindung in die Stützen über. Das Sekundärtragwerk besteht aus 3000m² schraubpressgeklebten und gedämmten Hohlkastenelementen. Diese wurden bereits im Werk mit einer akustisch wirksamen Bekleidung versehen, bestehend aus einer perforierten 3-Schichtplatte mit hinterlegter Dämmung. Für die Dachelemente wurden 220m³ Dreischichtplatten, 220m³ Konstruktionsholz C24, 46 Tonnen Cellulose und 230m³ Weichfaserplatten verbaut. Der Aufbau der Aussenwände ist mit den Dachelementen identisch und ebenfalls mit einer Akustikbekleidung versehen. Für die ca. 850 m² Wandelemente wurden rund 65m³ Ständerholz, 62m³ Dreischichtplatten und 36m³ Weichfaserplatten eingesetzt, als Dämmung wurde ebenfalls Cellulose verwendet.
Aussen ist, abgesehen von den beiden Giebelfassaden, die mit einem hinterlüfteten Deckleistenschirm verkleidet sind, der gesamte Holzbau mit einer Blechverkleidung versehen.
Das Infrastrukturgebäude ist 59m x 27m gross. Auch dieses besteht aus 22 Satteldach- Fachwerkträgern, gefertigt aus rund 150m³ Brettschichtholz. Anstelle der Hohlkastenelemente besteht das Sekundärtragwerk aus einer 80mm starken Brettsperrholzplatte, Volumen 136m³. Als Aufdachdämmung kommt eine 200mm starke, vollflächig verlegte Holzfaserplatte zum Einsatz. Der markante Bürotrakt ist in einem auskragenden Holzbau mit Wand und Bodenelementen konstruiert. Diese wurden in Holzrahmenbauweise ausgeführt und ebenfalls mit Cellulose ausgedämmt.
Die Massivbauwände wurden vor Ort aussen aufgedämmt und mit einer hinterlüfteten Fassadenbekleidung eingekleidet. Diese besteht im oberen Bereich aus einem Deckleistenschirm und unten aus einer horizontalen Romboidschalung. Insgesamtwurden 780m² Schalung und 5000m¹ Latten verbaut.
Das Nebengebäude ist das kleinste Gebäude, weisst jedoch auch ein Grundriss von 58m x 9m auf. Die Wände sind als ungedämmter, konventioneller Riegelbau konstruiert. Das Dachtragwerk besteht aus massiven Satteldachbindern aus BSH und einer 80mm starken Brettsperrholzplatte. Das verbaute Holzvolumen beträgt immerhin auch 150 m³. Die Fassade besteht rundum aus einer offenen vertikalen Holzschalung und hat eine Fläche von 580 m². Alle Holzfassaden dieser drei Gebäude sind mit einer vorvergrauten Effektlasur ausgestattet.











